So schnell wie sich das Netz wandelt, so schnell wandeln sich auch die Trackingtools. Immer ausgefeiltere Algorithmen helfen dabei, den Nutzer im Netz zu verstehen.
Auch Google entwickelt das kostenlos einsetzbare Analytics immer weiter. Nach vielen kleineren Optimierungen steht nun mit Universal Analytics schon eine kleine Revolution an. Denn endlich ist der Nutzer nicht mehr nur anhand des Traffics sichtbar, sondern anhand seiner Identität. Das erlaubt viele spannende neue Möglichkeiten in der Auswertung und Analyse von Bewegungsdaten im Netz.

Visits vs. Usern im Universal Analytics

Bisher wurden, um einen Nutzer und zugehöre Daten identifizieren zu können, immer Cookies auf dem Endgerät abgelegt. Das hatte vor allem den Nachteil, dass ein Nutzer, der mit unterschiedlichen Endgeräten eine Webseite besuchte nicht als ein User sondern pro Endgerät als eigener User erkannt wurde.
Das ändert sich nun mit Universal Analytics. Die Nutzerdaten werden serverseitig gespeichert, sodass Nutzer von unterschiedlichen Endgeräten immer wieder identifiziert werden können.
Nun lässt sich z.B. klar erkennen, ob ein Kauf über den Desktoprechner auf einem mobilen Endgerät vorbereitet wurde oder nicht.
Das wiederum lässt die verschiedenen Kanäle und Endgeräte in der Bewertung für den Händler oder Webseitenbetreiber in neuen Licht erscheinen. Ein Kanal, der sich bisher scheinbar nur kaum gerechnet hat wird vielleicht als entscheidender Vorbereitender Kanal identifiziert ohne dem die Conversions nicht zustande gekommen wären. Das sogenannte Attribution Modell beschriebt dies sehr ausfüllt und lässt eine detaillierte  Betrachtung der Customer-Journey oder des Conversion-Pfads zu.
Wie viel Potential in dieser Art der Auswertung steckt, werden wir in den kommenden Monaten sehen, wenn die ersten Sites und Shops daraufhin optimiert wurden.
google universal analytics customer journey

Universal Analytics – Customer Journey

Neue Konfigurationsoptionen bei Universal Analytics

Neben der entschiedenen Möglichkeit des verbesserten Treckings hat Google auch einige neue Konfigurationsoptionen eingebaut.
 

1. Zeitlimit beliebig festlegen 

Das Zeitlimit für die Zuordnung von Daten kann nun frei konfiguriert werden. So können Daten in einer Betrachtung auf Sitzungsebene z.B. für 30 oder 60 Minuten gebündelt werden. Das ganze geht nun aber auch z.B. auf Kampagnenebene für z.B: 3 oder 6 Monate.

2. Suchbegriffe ausschliessen

Bestimmte Suchbegriffe lassen sich nun ausklammern und dem orgnaischen Traffic zuordnen. Dies macht z.B. Sinn wenn man Brandung Begriffe oder die Suche nach der Domain getrennt betrachten möchte.

3. Verweisquellen auschliessen

auch Verweisquellen lassen sich ausklammern um bestimmte Linkquellen nicht in den Auswertungen zu berücksichtigen. Die macht z.B. bei Multiplattformtracking Sinn, wenn Links Domainübergreifen zu einem Webseibetreiber gehören, z.B. wenn Nutzer über Links aus einem Blog in den Shop kommen und diese bei der Gesamtbetrachtung nicht bewertet werden sollen .

4. Organische Suchquellen ergänzen, ändern löschen

neben der Google Suche lassen sich auch andere Quellen als organischer Traffic konfigurieren. Diese können jederzeit hinzugefügt, geändert oder auch gelöscht werden.
google universal analytics sitzungseinstellung

Universal Analytics – Sitzungseinstellung

Neuer Trackingcode notwendig

um das neue Universal Analytics nutzen zu können muss ggf., je nach aktueller Analyticsimplementation der Trackingcode ausgetauscht werden.
Hierzu gibt es drei unterschiedliche Codevarianten, für die verschiedenen Endgeräte:
1. Webseite
2. Mobile
3. sonst. digitale Geräte (z.B. Konsolen, Smart TV’s etc.)

Zeitplan

Aktuell gibt es noch keinen Grund zur Eile. Goolge lauschte zwar Universal Analytics schon 2012 als Beta und gibt auch seit Anfang 2014 die Empfehlung aus umzustellen, das „alte“ Analytics wird uns aber aller vorrausicht nach noch bis 2016 erhalten bleiben.
Trotzdem macht es natürlich Sinn der neuen Funktionen und Möglichkeiten wegen sobald wie möglich umzustellen.
Und wie immer gilt bei Analytics, auch wenn ich jetzt noch nichts mit den Daten anfangen, sammelt der kluge Händler schon jetzt die Daten um ggf. zum späteren Zeitpunkt eine stabile und aussagefähige Datenbasis zu haben.
In diesem Sinne, sprechen Sie mich an!

Über den Autor

e-Commerce Berater & Umsatz Maximierer

Mit dem Fokus auf Wirtschaftlichkeit berät Stefan Ponitz als e-Commerce Consultant seit vielen Jahren Versand- und Onlinehändler in Fragen der Onlinestrategie, der Konzeption von Onlineshops sowie der Optimierung und der Vermarktung von Onlineshops.

Dabei versteht sich Stefan Ponitz als “Hands on-Berater”. Er erklärt nicht nur, sondern setzt mit seinem weitreichenden Netzwerk auch Projekte erfolgreich um. Damit liefert er keine reinen Theorien sondern praxiserprobte und wirtschaftliche Lösungen.

In zahlreichen Projekten konnte er Erfahrung sowohl bei Dienstleistern, als auch bei Händlern sammeln. Dies ermöglicht Stefan heute eine vollständige Betrachtung aller wertschöpfenden Einheiten in Versandhandelsunternehmen.

Stefan Ponitz veröffentlicht regelmäßig Fachartikel in bekannten Fachmagazinen. Darüber hinaus ist er Kommentator und Gastautor in Blogs und Buchveröffentlichungen.

Stefan Ponitz ist Herausgeber des Branchen-Blogs fokus-ecommerce.de.

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